Alles wird neu!

…und bleibt wie es war!

Spannend wie ein Tatort am Sonntag aber mit wesentlich längerer Laufzeit. Fast ein halbes Jahr lang hat Fischerhude gebangt und gezittert nachdem es sich herumgesprochen hatte, dass „unser“ Herr Kobernuss seine Schürze abbinden und die Markt-Filiale zum Jahresende abschließen möchte.

Auweia – das saß! Wer weiß wie oft Karsten Kobernuss in den folgenden Wochen und Monaten immer wieder das gleiche gefragt wurde: wer wird denn nun Ihr Nachfolger, wer macht weiter? Und immer wieder konnte er nur mit den Schultern zucken.

Natürlich flogen Gerüchte durch die Fischerhuder Gassen, ein gemeinnütziger Verein mit eigenem Geschäftsmodell soll Interesse haben… und noch einige Geschichten mehr, die aber alle keinen Bestand hatten.

Es war kaum auszuhalten aber man wusste schon, Herr Kobernuss wird alle Räder drehen um die Fischerhuder nicht im Regen stehen zu lassen. Schließlich hatte er vor gut einem Dutzend Jahren, den Markt in einem traurigen Zustand übernommen und mit viel Zähigkeit und Fleiß zu „seinem Schmuckstück“ umgeformt, das er natürlich gern in „gute Hände“ legen wollte.

Das Glück war mit ihm und den Fischerhudern, denn mit Frau ChristineKober hat der Markt nun eine würdige und erfahrene neue Chefin bekommen. Den Fischerhudern ist sie als Inhaberin, der im Markt ansässigen Fleischerei, gut bekannt und sehr geschätzt. Dass Frau Kober ihre Aufgabe mit Bravour meistern wird, bezweifelt nicht zuletzt auch deshalb niemand im Ort. Auch wird sie die gut eingearbeiteten Mitarbeiterinnen, Erika Bruns, Elke Behrens und Sonja Ohlrogge mit übernehmen, womit sie sich der bestmöglichen Unterstützung sicher sein kann. Glückauf!

In alter Frische

In alter Frische

Wümme – Renaturierung an der alten Dorfschleuse

Das obige Bild ist natürlich eine Fotomontage oder vielleicht mehr ein Wunschbild, dass Fischerhude im Zuge der Wümme-Renaturierung bald wieder einen schicken Strand hat. An dieser Stelle wurde schließlich schon gebadet, als die Badeanzüge im Stoff noch etwas reichlicher geschnitten waren.

Auch Prominenz war hier am Planschen, so hatte Clara Rilke-Westhoff zum Beispiel, nur ein paar Schritte gebraucht um sich nass zu machen. Aber das ist schon etwas länger her und seitdem war eigentlich mehr Angeln als Baden angesagt. 

Mit den beabsichtigten und verschiedentlich schon vorgenommenen Renaturierungsmaßnahmen, erholt sich die Wümme immer schneller und kommt hoffentlich bald, in den von den Experten angestrebten“guten ökologischen Zustand“.

So wird voraussichtlich auch hier, kurz oberhalb der Schleuse eine Sohlgleite angelegt werden. Sohlgleiten dienen dem Ausgleich von Höhenunterschieden in einem Gewässer. Während bei Stauwehren bzw. Schleusen der Höhenunterschied des Gewässers über eine Stauklappe, über die das Wasser abstürzt, ausgeglichen wird, erfolgt der Höhenausgleich bei den Sohlgleiten an der Gewässersohle.

Steine unterschiedlicher Größe werden dafür aufgeschüttet, was in Folge nicht nur die Sohle des Gewässers stabilisiert, sondern es entstehen kleinflächig wechselnde Strömungsmuster, die Fischen und anderen Tieren erst den Aufstieg gegen die Fließrichtung des Gewässers ermöglichen. Naturfreunde werden sich darüber freuen, dass Fischarten, die früher einmal hier beheimatet waren, sich dadurch langsam wieder einfinden und vielleicht wird auch gejubelt über die Nachricht, dass sich Junglachse bereits wieder in der Wümme tummeln. Gewiss wird bei den Renaturierungsarbeiten die alte, arg verschlissene, Wümmeschleuse auch mit Gefühl überarbeitet werden. 

Ein schöner Ausblick – freuen wir uns darauf!