Spatenstich vor hundert Jahren

 

Spatenstich vor hundert Jahren

In der schweren Zeit 1917, an den Fronten des ersten Weltkrieges wurde noch erbittert gekämpft, begann man in der Bredenau 81 „das alte Rilke-Haus“ wie es später genannt werden sollte, zu bauen.

Es sollte und wurde das Wohnhaus und Atelier von Clara Rilke-Westhoff. Ihr Ehemann, Rainer Maria-Rilke dichtete ihr den zur Zeit passenden Hausspruch: „Da vieles fiel, fing Zuversicht mich an, die Zukunft gebe, dass ich darf, ich kann.“ 

Hier fühlte Clara sich heimisch. In der Nachbarschaft lebten die Modersohns und nicht weit entfernt, im Storchenhaus, lebte ihre Mutter und ihr Bruder Helmuth (Im Alten Dorf 4, am Fussballplatz)  Nun durfte sie in Ihrem Paradies in der Bredenau leben und wirken. Wenn auch finanzielle Sorgen ihr künstlerisches Schaffen ständig bedrängten, hat sie trotzdem geniale Werke in die Welt gesetzt.

Als sie am 9.3.1954 starb, wurde sie in ihrem Atelier aufgebahrt und von dort nach Sitte des Dorfes, zum Fischerhuder Friedhof getragen.

Claras Tochter Ruth, hatte sich in Fischerhude immer sehr wohl gefühlt und so gründete die Tochter nach Claras Tod, in dem Haus das Rilke-Archiv, das sie bis zu ihrem Lebensende 1972 führte.

Nachdem das Rilke-Archiv Mitte der siebziger Jahre nach Gernsbach verlegt wurde, blieb das Haus jahrelang unbewohnt.

Seit April 1995 befindet sich im Erdgeschoss das „Cafe im Rilke-Haus“. Vom Sommergarten aus, kann der Gast den wunderschönen Ausblick genießen, der sicher schon Clara inspiriert hat. Der Blick fällt direkt auf die Wümme, die Wümmewiesen und den dahinterliegenden Wald, die Surheide. Die Räumlichkeiten des Hauses sind trotz erneuter Renovierung alle unverändert geblieben. In dem Hauptraum befand sich früher das Atelier von Clara. Im Kaminzimmer hatte sie ihre Bibliothek, in der sie ihren Zuhörern aus Büchern und Briefen Rainer Maria-Rilkes vortrug.

Das Wappen in der Eingangstür ist eine Nachbildung des Familienwappens, das sich auf dem Grabstein des Dichters in der Schweiz befindet.


Auf geht’s

Auf geht’s 2017

Am 22.2. wurde das Nest am Dobben 3 gesäubert und die Kamera installiert. Schon wenig später wurde der erste Storch auf dem Nest gesichtet. Am 23. oder 24. 2. waren dann schon zwei Störche im Nest, beide ohne Ring. Am 5.3. waren einige heftige Kämpfe unter den Störchen zu beobachten. Dabei vertrieb die Störchin vom Vorjahr (mit Ring) ihre Konkurrenz (ohne Ring) auf das nahe gelegene Dach.

Am 8. und 11.3. sind wieder zwei Störche ohne Ring auf dem Nest, worauf die beringte Störchin sofort ihre Angriffe fliegt, diesmal jedoch nicht landen kann und deshalb vorerst abzieht. Später hat sie auch einen zweiten Storch bei sich.

Seit dem 18.3. hat sich aber doch die beringte Störchin am Horst behauptet und am 2. 4. das erste Ei gelegt. Am 4. 4. wurde das zweite Ei entdeckt und am 6.4. vormittags, liegt das dritte Ei im Nest. Nun geht das Brüten los und in 30 bis 33 Tagen (also ab 4. Mai) können wir mit dem Schlüpfen rechnen. (Beobachtet und berichtet von G. Keiner)